Reparieren statt Wegwerfen liegen im Trend

 

"Repair-Café" ist neuer Anziehungspunkt in der Familienbildungsstätte

 

Voll ins Schwarze getroffen haben die Mitarbeiter des Mehrgenerationenhauses der Familienbildungsstätte Ibbenbüren mit dem neuen Angebot eines "Repair-Cafés". Ein Team von Ehrenamtlichen wartete am Eröffnungstag auf Menschen, die ihre defekten Haushaltsgeräte, Computer, Uhren oder Kleidungsstücke noch nicht weggeworfen haben. Von dem Andrang waren die Reparatur-Experten selbst überrascht. Offensichtlich schlummern in den Haushalten noch eine Menge älterer Schätzchen, von denen die Besitzer sich bisher nicht trennen mochten. Elisabeth Oelgeklaus brachte eine Küchenmaschine mit ins "Café Klatsch" an  der Klosterstraße, mit der sie lange Jahre gern gearbeitet hatte. Nun gibt es das Modell nicht mehr, aber viele Zusatzgeräte sind noch in ihrer Küche vorhanden. Heiner Damme hat schnell festgestellt, dass ein Zahnrad erneuert werden müsste. Ob es das Ersatzteil noch gibt, recherchierte Felix Lütke-Sundrup gleich vor Ort im Internet.

"Der Staubsauger tut es nicht mehr", schilderte Karl Gaida den Fachleuten betrübt. Da müssten nur neue Kohlen rein, erfuhr er. Das sei kein Problem, die bekäme er sicher in einem Elektrofachgeschäft in Laggenbeck, das viele Ersatzteile vorrätig hat. Gisela Fuhrmann widmet sich dem Bereich Uhren und Schmuck. Sie bietet Batteriewechsel an, kürzt Armbänder oder zieht gerissene Halsketten fachgerecht wieder auf. Die Organisatoren freuten sich zudem über zwei neue ehrenamtliche Helfer, die spontan ihre Bereitschaft zur Mitarbeit erklärten. Dazu trug gewiss auch die entspannte Atmosphäre bei, die das Knüpfen von Kontakten leicht machte. Bei einer Tasse Kaffee oder einem Glas alkoholfreiem Sekt kamen Helfer und Kunden schnell miteinander ins Gespräch.

 

Das Reparatur-Café Ibbenbüren öffnet jeden 1. Donnerstag im Monat (außer in den Ferienzeiten). Der nächste Termin ist am 04. Februar 2016 in der Zeit von 14.30 - 18 Uhr an der Klosterstraße 21 in Ibbenbüren.

 

Informationen und Kontaktdaten: Heike Dirksmeyer (dirksmeyer@bistum-muenster.de) oder Telefon 05451-96440